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Unser Service für Sie

 

 

Technische Beratung zu Produkten, Maschinensicherheit und Nachrüstung

Technische Beratung

 Die sicherheitstechnische Umrüstung von Maschinen ist nur ein Baustein im Managen von Risiken im Produktionsbetrieb. Bevor Maschinen mit Schutzeinrichtungen ausgerüstet werden, sollte bereits ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept für die Arbeitsplatzsicherheit vorliegen und der Kontakt zu wichtigen Ansprechpartnern hergestellt sein.

Unsere Spezialisten kennen die Ansprüche Ihrer Branche und verstehen was gebraucht wird. Unsere Mission ist es, Sie dabei zu unterstützen, maximale Sicherheit im industriellen Umfeld zu gewährleisten und die strengen gesetzlichen Bestimmungen zu beachten und einzuhalten.

 

Nicht außer Acht gelassen werden darf dabei die Aufrechterhaltung der Bedienbarkeit von Maschinen für Mitarbeiter im Produktionsbetrieb. 

-          Wir helfen Ihnen dabei, dass Sie sich nicht zwischen Sicherheit und Bedienbarkeit entscheiden müssen.

-          Wir helfen Ihnen, dass die Umsetzung der Gesetzeslage Sie nicht am Output hindert, sondern Sicherheit & Bedienbarkeit gleichermaßen erfüllt sind.

-          Wir helfen Ihnen die richtigen Entscheidungen zu treffen und bestimmen gemeinsam mit Ihnen welche Schutzeinrichtung für welche Maschine passt.

 

Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanleitungen für Ihre Maschinen

Nach der technischen Umrüstung der Maschinen sind sicherheitstechnische und rechtliche Themen zu berücksichtigen.

Verschiedenen Gesetze und Richtlinien wie z.B. die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) oder das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verlangen, dass Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitsplätze oder Arbeitsbereiche erstellt werden.

Wir erstellen nach Vor-Ort Begehung oder per Fernabstimmung individuelle Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanleitungen für Ihre bestehenden oder umgerüsteten Maschinen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen. Auch dies wird von ausgewiesenen und erfahrenen Fachkräften für Arbeitssicherheit durchgeführt.

Wichtige Informationen zur Maschinensicherheit finden Sie hier.

 

Beratung vor Ort durch zertifizierte und erfahrene Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Fachkraft Arbeitssicherheit

Lange bevor es um die konkrete Absicherung der Maschinen geht stellen sich bereits Fragen nach Sicherheitskonzepten, ganzheitlicher Beratung zur Arbeitssicherheit, Erfüllung von Vorgaben durch etwaige Begehungen mit der Berufsgenossenschaft, Dokumentation und vor allem die Fragen was muss und was kann umgesetzt werden.

Wir stehen Ihnen auch in dieser kritischen Phase beratend zu Seite und stellen bei Anforderung eine Fachkraft für Arbeitssicherheit für Ihr Projekt bereit. Unsere Partner haben nicht nur Expertise in Sicherheitsthemen, sondern arbeiten exzellent mit den Berufsgenossenschaften zusammen. Dies ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn die Sicherheitsmaßnahmen einen hohen Eingriff in das flüssige Arbeiten an den Maschinen darstellen. Die Abwägung zwischen Risikoabsicherung und Aufrechterhaltung der Bedienbarkeit führt oft zu Fragestellungen im rechtlichen Grenzbereich. In manchen Fällen ist deshalb eine frühzeitige Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der sichere Weg. Wir helfen Ihnen dabei.

 

Fachgerechte Montage von Schutzeinrichtungen

Mechanisch und elektrisch muss die Montage der Schutzeinrichtungen an Werkzeugmaschinen fachgerecht durch einen Elektriker und Mechaniker oder durch einen Mechatroniker entsprechend den derzeitigen sicherheitstechnischen Bestimmungen erfolgen, selbstverständlich unter Beachtung der individuellen Kundenspezifikation.

Wir kümmern uns gerne für Sie um die Montage Ihrer Schutzeinrichtung an Pressen, Bohr-, Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen und helfen Ihnen dabei die geltenden Anforderungen zu erfüllen und einzuhalten.

 

DGUV V3 Prüfungen

Gerne führen wir an Ihren Maschinen im Zuge der elektrischen Einbindung der Schutzeinrichtung auch Betriebsmittelprüfungen nach DGUV V3 durch. Dies ist nicht in jedem Fall erforderlich, sollte aber je nach festgelegtem Intervall der Prüfungen mit in Erwägung gezogen werden.

 

Fragen und Informationen zur Maschinensicherheit

Das Thema Maschinensicherheit und Arbeitsplatzsicherheit wird in vielen Gesetzestexten, Richtlinien und Normen behandelt. Folgende Fragestellungen, die sich bei Betrachtung der Arbeitssicherheit an Ihren Maschinen zwangsläufig ergeben, zeigen einen detaillierten Einblick in die umfangreiche Thematik. Sprechen Sie uns gerne an, wir helfen Ihnen.

 

In welchen Gesetzen und Richtlinien ist die Maschinensicherheit geregelt?

Die Maschinensicherheit ist in verschiedenen wichtigen Gesetzen und Richtlinien geregelt. Zu nennen ist z.B. die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, deren Bestimmungen für die Bereitstellung und Inverkehrbringung von Maschinen im engeren Sinne als auch für Sicherheitsbauteile, auswechselbare Ausrüstungen, Lastaufnahmemittel, Ketten, Seile und Gurte sowie abnehmbare Gelenkwellen gilt.

In der Maschinenrichtlinie wird für die Bereitstellung von Maschinen die Erstellung einer Risikobeurteilung (bzw. Gefahrenanalyse in der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG) zwingend verlangt. Mit der CE-Kennzeichnung von Produkten bestätigen Hersteller die Übereinstimmung mit allen Anforderungen dieser Vorschrift.

Eine Rolle spielt hierbei auch die EN ISO 14122. Diese Norm konkretisiert einschlägige Anforderungen von Anhang I der EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG an erstmals im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in Verkehr gebrachte Maschinen, um den Nachweis der Übereinstimmung mit diesen Anforderungen zu erleichtern.

Die Maschinenrichtlinie wurde mit dem Produktsicherheitsgesetz sowie der Neunten Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (9. ProdSV) in deutsches Recht umgesetzt.


Der schrittweise Ablauf einer Risikobeurteilung (mit den Unterprozessen Risikoanalyse und Risikobewertung) und auch die Vorgaben zur Risikominderung sind in der Norm DIN EN ISO 12100:2010 (Sicherheit von Maschinen) geregelt. Bei der Risikobeurteilung ist ebenfalls die Sicherheitsgrundfachnorm EN ISO 13849 zu berücksichtigen (die als ISO-Norm auch in vielen Märkten außerhalb Europas Anwendung findet). In dieser Norm werden Sicherheitsanforderungen und ein Leitfaden für die Steuerung von Anlagen festgelegt. Anhand des dazugehörigen Risikographen lässt sich der sogenannte „Performance Level“ bestimmen, ein Wert der ausdrückt wie stark potentielle Risiken einer Maschine durch ihre Steuerung reduziert werden können.

Vor der Inbetriebnahme von Arbeitsplätzen und Maschinen ist für Arbeitgeber / Unternehmer ein weiteres Verfahren zwingend vorgeschrieben: die Gefährdungsbeurteilung. Bei der Gefährdungsbeurteilung sind sämtliche relevanten Gefährdungen zu ermitteln und bewerten, denen Beschäftigte im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind. Begriff und Ablauf der „Gefährdungsbeurteilung“ sind in verschiedenen Normen und Richtlinien geregelt, insbesondere in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Unfallverhütungsvorschrift 3 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV V3).

Ebenfalls eine Rolle bei der Gefährdungsbeurteilung spielen noch die Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV), die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (LärmVibrationsArbSchV) sowie das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz - ASIG).

 

Was ist der Unterschied zwischen Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung?

In den Richtlinien, Normen und Gesetzen zum Thema Maschinensicherheit sind die Anforderungen für Maschinenhersteller und -betreiber aufgeführt, die diese jeweils berücksichtigen müssen. Während für Hersteller die Prüfung und Umsetzung der Produktsicherheit im Vordergrund steht, sind Maschinenbetreiber zur Prüfung und Bereitstellung von Arbeitssicherheit verpflichtet. Diese unterschiedlichen Aufgaben unterscheidet man in Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung. Da diese Begriffe oft verwechselt oder mißbräuchlich genutzt werden, hier eine Abgrenzung:

Risikobeurteilung (auch Gefahrenanalyse)

Für die Hersteller und Inverkehrbringer von Maschinen gilt in Europa gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und anderen produktbezogenen Normen die Pflicht, dass bereitgestellte technische Erzeugnisse die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu gewährleisten haben. Dies gilt neben neuen Maschinen auch für die Inverkehrbringung von gebrauchten oder importierten Maschinen.

Für Hersteller steht dabei die Produktsicherheit der in Verkehr gebrachten Maschinen (auch unvollständige und Teilmaschinen) im Vordergrund, welche durch die sogenannte „Risikobeurteilung“ gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ermittelt wird. Im Bereich der Druckgeräte gilt parallel dazu die Druckgeräterichtlinie 97/23/EG, auch genannt „Gefahrenanalyse“.

Im Rahmen einer Risikobeurteilung / Gefahrenanalyse werden alle Risiken und Gefahren, die von einer Maschine oder Teilmaschine ausgehen können, identifiziert, eingeschätzt, bewertet und durch eine Risikominderung soweit verringert, bis nur noch ein vertretbares Restrisiko bestehen bleibt.

Gefährdungsbeurteilung

Im Gegensatz zur Risikobeurteilung behandelt die Gefährdungsbeurteilung nicht die Produktsicherheit einzelner technischer Erzeugnisse, sondern die generelle Arbeitssicherheit. Laut Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist jeder Arbeitgeber / Unternehmer verpflichtet, vor der Verwendung von Arbeitsmitteln potentielle Gefährdungen zu beurteilen, die von Arbeitsmitteln, Arbeitsumgebung oder Arbeitsgegenständen ausgehen können.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sind somit sämtliche relevanten Gefährdungen zu ermitteln und bewerten, denen Beschäftigte im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind. Durch die Gefährdungsbeurteilung sollen Gefährdungen bei der Arbeit bereits im Vorfeld erkannt und minimiert werden, noch bevor daraus Unfälle oder gesundheitliche Beeinträchtigungen von Beschäftigten auftreten.

Die Gefährdungsbeurteilung beinhaltet dabei nicht nur die Analyse und Bewertung der potentiellen Gefährdungen, sondern auch die Festlegung und Durchführung sämtlicher Maßnahmen, die zum Schutz von Mitarbeitern und Umwelt notwendig sind. Ferner besteht die Verpflichtung, die durchgeführten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und die Ergebnisse der Beurteilung komplett zu dokumentieren.



Wann muss eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden?

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, vor der Verwendung von Arbeitsmitteln die auftretenden Gefährdungen zu beurteilen die von Arbeitsmitteln, Arbeitsumgebung und Arbeitsgegenständen ausgehen. Die Gefährdungsbeurteilung beinhaltet Faktoren wie die

  • Gebrauchstauglichkeit von Arbeitsmitteln,
  • sicherheitsrelevante und ergonomische Zusammenhänge am Arbeitsplatz,
  • Belastungen für Beschäftigte, die durch die Verwendung von Arbeitsmitteln auftreten und
  • Gefährdungen bei der Beseitigung vorhersehbarer Betriebsstörungen.

 

Eine Gefährdungsbeurteilung hat nicht nur vor der Erstinbetriebnahme zu erfolgen, sondern auch bei allen sicherheitsrelevanten Änderungen an Arbeitsmitteln und -umfeld. Hierzu können beispielsweise Nachrüstungen von Schutzeinrichtungen gehören.

Die Gefährdungsbeurteilung sollte keine einmalige Aktion sein, sondern ein kontinuierlicher Prozess mit dem Ziel, Gefahren für die Mitarbeiter vermeiden oder verringern zu können.

Gefährdungsbeurteilungen sollten u.a. in folgenden Situationen durchgeführt werden:

  • Vor der ersten Inbetriebnahme von neuen Arbeitsplätzen und Arbeitsstätten
  • Bei der Änderung von Arbeitsverfahren oder -abläufen
  • Wenn Arbeitsplätze verändert wurden
  • Bei der Neuanschaffung von Maschinen, Werkzeugen und Einrichtungen
  • Beim Einsatz anderer Arbeitsstoffe
  • Bei Änderung von gesetzlichen Grundlagen oder neuen technischen oder wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Bei Unfällen, Beinaheunfällen oder aufgetretenen Gesundheitsbeeinträchtigungen

 

Was ist bei der Installation von Schutzeinrichtungen an Werkzeugmaschinen zu beachten?

Montage Installation

Die Installation oder Nachrüstung von Schutzeinrichtungen an Maschinen stellt eine sicherheitsrelevante Änderung an Arbeitsmitteln und -umfeld dar. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist gemäß Produktsicherheitsgesetz / 9. ProdSV (Maschinenverordnung) „jede Veränderung an einer Maschine, unabhängig ob gebraucht oder neu, die den Schutz der Rechtsgüter des ProdSG beeinträchtigen kann, z. B. durch Leistungserhöhungen, Funktionsänderungen, Änderung der bestimmungsgemäßen Verwendung (wie durch Änderung der Hilfs-, Betriebs- und Einsatzstoffe, Umbau oder Änderungen der Sicherheitstechnik),

zunächst im Hinblick auf ihre sicherheitsrelevanten Auswirkungen zu untersuchen“.

Dies bedeutet, es ist in jedem Einzelfall zu ermitteln, ob sich durch die Veränderung der (gebrauchten) Maschine neue Gefährdungen ergeben haben oder ob sich ein bereits vorhandenes Risiko erhöht hat. Hier kann man drei Fallgestaltungen unterscheiden:

1. Es liegt keine neue Gefährdung bzw. keine Erhöhung eines vorhandenen Risikos vor, so dass die Maschine nach wie vor als sicher angesehen werden kann.

2. Es liegt zwar eine neue Gefährdung bzw. eine Erhöhung eines vorhandenen Risikos vor, die vorhandenen Schutzmaßnahmen der Maschine vor der Veränderung sind aber hierfür weiterhin ausreichend, so dass die Maschine nach wie vor als sicher angesehen werden kann.

3. Es liegt eine neue Gefährdung bzw. eine Erhöhung eines vorhandenen Risikos vor und die vorhandenen Schutzmaßnahmen sind hierfür nicht ausreichend oder geeignet. Bei veränderten Maschinen nach Fallgestaltung 1 oder 2 sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht erforderlich. Veränderte Maschinen nach Fallgestaltung 3 sind dagegen durch eine Risikobeurteilung systematisch hinsichtlich der Frage, ob eine wesentliche Veränderung vorliegt, weiter zu untersuchen.

Dabei ist festzustellen, ob es möglich ist, die veränderte Maschine mit einfachen Schutzeinrichtungen, wieder in einen sicheren Zustand zu bringen, wobei überprüft wird, ob die einfache Schutzeinrichtung das Risiko eliminiert oder zumindest hinreichend minimiert. Ist dies der Fall,

kann die Veränderung in der Regel als nicht wesentlich angesehen werden.

Unter einer einfachen Schutzeinrichtung im vorgen. Sinne kann z. B. eine feststehende trennende Schutzeinrichtung verstanden werden. Als einfache Schutzeinrichtungen gelten auch bewegliche trennende Schutzeinrichtungen und nicht trennende Schutzeinrichtungen, die nicht erheblich in die bestehende sicherheitstechnische Steuerung der Maschine eingreifen. Das bedeutet, dass durch diese Schutzeinrichtungen lediglich Signale verknüpft werden, auf dessen Verarbeitung die vorhandene Sicherheitssteuerung bereits ausgelegt ist oder dass unabhängig von der vorhandenen Sicherheitssteuerung ausschließlich das sichere Stillsetzen der gefahrbringenden Maschinenfunktion bewirkt wird.

Der Austausch von Bauteilen der Maschine durch identische Bauteile oder Bauteile mit identischer Funktion und identischem Sicherheitsniveau sowie der Einbau von Schutzeinrichtungen, die zu einer Erhöhung des Sicherheitsniveaus der Maschine führen und die darüber hinaus keine zusätzlichen Funktionen ermöglichen, werden nicht als wesentliche Veränderung angesehen.

Hinweis:

Unabhängig davon kann sich aber aus anderen Rechtsvorschriften für den Arbeitgeber, der die Maschine seinen Beschäftigten als Arbeitsmittel zur Verfügung stellt, die Pflicht zur Festlegung zusätzlicher Schutzmaßnahmen ergeben.

Grundsätzlich muss nach allen Änderungen an Maschinen – nicht nur nach wesentlichen Veränderungen – eine Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) durchgeführt werden. Diese zählt zu den betrieblichen Arbeitsschutzpflichten des Verwenders einer Maschine bzw. Anlage als Arbeitsmittel. Aufgrund der Gefährdungsbeurteilung können Maßnahmen, insbesondere technische Maßnahmen, notwendig werden, um den Beschäftigten ein sicheres Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen.

Es ist zu prüfen, ob eine Anpassung der Informationen zum sicheren Betrieb der Maschinen, wie z. B. Betriebsanweisung, erforderlich ist (vgl. § 12 BetrSichV). Veränderungen an einer Maschine/Gesamtheit von Maschinen können folgende Auswirkungen haben:

1. Die Maschine ist auch nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen sicher.

=> Es liegt keine wesentliche Veränderung vor.

2. Die Maschine ist nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht mehr sicher. Die neue Gefährdung oder das erhöhte Risiko können durch einfache Schutzeinrichtungen beseitigt oder zumindest hinreichend minimiert werden.

=> Es liegt keine wesentliche Veränderung vor.

3. Die Maschine ist nach der Veränderung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht mehr sicher und eine ausreichende Risikominderung kann nicht durch einfache Schutzeinrichtungen erreicht werden

=> Es liegt eine wesentliche Veränderung vor.

Für die Entscheidung, ob eine wesentliche Veränderung vorliegt, leistet das nachfolgende Schaubild (Abb. 1) Hilfestellung:

Abb. 1: Entscheidungsschritte - wesentliche Veränderung von Maschinen


Weitere Informationen finden Sie unter der Quelle: https://www.bmas.de/

Ebenso kann bei Inbetriebnahme oder Veränderung an Maschinen und Geräten die Verpflichtung bestehen, eine Betriebsmittelprüfung nach DGUV Vorschrift 3 durchzuführen.


Eine Betriebsmittelprüfung ist immer dann fällig, wenn ein elektrisches Betriebsmittel erstmalig in Betrieb genommen werden soll. Sollte es während des Betriebes zu Veränderungen an dem Gerät oder zu einer Instandsetzung kommen, ist ebenfalls eine Betriebsmittelprüfung durchzuführen. Darüber hinaus sind auch bei bereits geprüften Arbeitsmitteln in regelmäßigen Abständen Wiederholungsprüfungen durchzuführen (§ 10 Abs. 2 BetrSichV). Betriebsmittelprüfungen können ausschließlich durch einen Fachmann (extern oder aus dem eigenen Unternehmen) durchgeführt werden, der die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der elektrischen Arbeitsmittel besitzt.

Vor der Umrüstung Ihrer Maschinen entscheiden wir gemeinsam, ob eine DGUV V3 Prüfung im Rahmen der elektrischen Einbindung unserer trennenden Schutzeinrichtungen an Ihren Maschinen erforderlich ist.

Laut BMAS ist dies zwar nicht erforderlich wenn nicht erheblich in die bestehende sicherheitstechnische Steuerung der Maschine eingegriffen wird. Falls jedoch das Intervall für die regelmäßige elektrische Betriebsmittelprüfung (DGUV V3) abgelaufen ist holen wir diese gerne im Rahmen der elektrischen Einbindung von Schutzeinrichtungen für die entsprechenden Maschinen nach.

Wir empfehlen bei größeren Umrüstungen von mehreren Maschinen die Kontaktaufnahme mit der Berufsgenossenschaft durch den Kunden. Ausreichend ist jedoch das Hinzuziehen einer Fachkraft für Arbeitssicherheit mit entsprechenden Erfahrungen und Kenntnissen in der Maschinensicherheit. Die MOWOTAS GmbH berät Sie gerne in Zusammenarbeit mit unseren Partnern für Arbeitssicherheit oder stellt entsprechende Kontakte her.

 

Haben Sie Fragen zum Thema „Maschinensicherheit“ oder benötigen Sie eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, zum Beispiel für die Durchführung von Gefährdungs- und Risikobeurteilungen?

Dann nehmen Sie Kontakt auf, wir beraten Sie gern!
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